Schlagwort-Archive: Kinder

Experimentierkasten Urzeitkrebse – Was lernen Kinder dabei über Biologie? – Erfahrungen und Anregungen

Experimentierkasten „Urzeit-Krebse“ von Kosmos

Der Kosmos-Experimentierkasten „Urzeit-Krebse“ ist beliebt. Und auch wir hatten unseren Spaß mit ihm. Er ist zudem ein guter Anlass für Kinder einige grundsätzlichen Phänomene der Biologie zu entdecken.  Ich möchte mit diesem Text den Erwachsenen einige Ideen liefern, wie sie die Kinder, die sie beim Experimentieren begleiten, durch geschickte Fragen zum Weiterdenken anregen können.

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Blogger schenken Lesefreude 2017 – Verlosung von Maras Reisen

Wie die letzten vier Jahre wird es auch dieses Mal wieder ein Kinderbuch über Evolution sein, das ich bei der Aktion Blogger schenken Lesefreude verlosen werde: Maras Reisen – Das Abenteuer der Entstehung des Lebens auf  der Erde – und das sogar mit Widmung der Autorin!

Das Buch hat meine Jungs und mich schon letztes Jahr begeistert (Rezension: Maras Reisen – spannend und anspruchvoll). Aber damals konnte ich es noch nicht verlosen, da es nur (noch) als Kindle-E-Book vertrieben wurde.

Seitdem hat es die Autorin und Biologin Gabriele Kisser-Priesack aber als Taschenbuch wieder herausgebracht. Und weil ihr meine Rezension so gut gefallen hatte, schickte sie mir zwei signierte Exemplare davon. Vielen Dank dafür nach München! Eins davon werde ich natürlich behalten. Das andere wird hiermit verlost.

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Vorschau: Blogger schenken Lesefreude 2016 – Rezensionen & Verlosung eines Kinderbuches über Evolution

Logo Blogger schenken Lesefreude & drei Buchcover

Am 23. April ist Tag des Buches. Wie in den Jahren zuvor feiern viele buchliebenden Blogger das, indem sie Lieblingslesestoff vorstellen und verlosen (Blogger schenken Lesefreude). Auch bei mir wird es wieder mindestens eins der Kinderbücher über Evolution zu gewinnen geben, die ich mir mit meinen Jungs angesehen habe. Welches genau, verrate ich aber erst am Samstag.

Bis es mit der Verlosung los geht, wird es zudem einen Rezensionsmarathon zum Thema geben: Vorschau: Blogger schenken Lesefreude 2016 – Rezensionen & Verlosung eines Kinderbuches über Evolution weiterlesen

Die Actionbound-App im Test: Mit dem Handy auf Schnitzeljagd

Meine Kinder (11 und 8) wünschen sich seit Jahren zu fast jedem Geburtstag, dass ich mir wieder eine Rallye oder Schatzsuche ausdenke. Früher waren es Kuscheltiere mit verstellter Mama-Stimme, die sie durch’s Programm leiteten, später versteckte ich Zettelchen, inzwischen kommen die Aufgaben vom Smartphone.

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„Hmmh, ich glaube, das ist der falsche Garten…“ Mein 8-Jähriger liest noch mal die Aufgabe auf dem Handy-Display und schüttelt den Kopf. „Da!… Da vorne sind die in Form geschnittenen Büsche!“, ruft einer seiner Freunde aufgeregt und rennt mit ausgestrecktem Zeigefinger los. Die Anderen rennen hinterher. Nein, Wellen- oder Quadratform haben diese Büsche eindeutig nicht. „Drück Schraube und Kugel! Schraube und Kugel!“ Die Actionsbound-App belohnt sie mit lautem „Kasching!“ und 100 Punkten. Ein siegreiches „Yeah!“ tönt durch die Jungs-Runde.

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Gefahr, Ekel und Rekorde: Welche Naturbücher meine Jungs gerne lesen

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Als Biologin habe ich schon allerhand Kinder-Sachbücher für meine Jungs (11 und 8) angeschleppt, die sie völlig kalt gelassen haben. Inzwischen habe ich raus, dass Biologie-Wissen mit Humor daherkommen muss und einem speziellen Kick, wenn ich will, dass sie es gerne lesen. Tierische Rekorde kommen gut an. Auch eklige oder gefährliche Tiere finden sie spannend.

Iiih…! – Faszination Ekel

Die Serie „Die 100 … Dinge der Welt“ ist beliebtes Mitbringsel ab Mitte des Grundschulalters. Am meisten Biologie enthält der Band Die 100 ekligsten Dinge der Welt*. Es gibt darin jede Menge Parasiten und andere Ekelviecher für begeisterte „Igitt“-Rufe. Außerdem „Stinkepflanzen“ und alles über Ausscheidungen, Ohrenschmalz und co. Gefahr, Ekel und Rekorde: Welche Naturbücher meine Jungs gerne lesen weiterlesen

Die besten Mikroskope für Kinder sind Stereomikroskope

Wer als Kindergarten-Kind seine Becherlupe liebte, wünscht sich als 8-, 10- oder 12-Jähriges Kind häufig ein Kinder-Mikroskop. Für Eltern und Großeltern ist dann wichtig zu wissen, dass es ein anderes optisches Gerät gibt, das als Geschenk in diesem Alter besser geeignet ist: das sogenannte Stereomikroskop.

Nach der Becherlupe direkt das Kinder-Mikroskop?
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Nein. Lieber erstmal ein Stereomikroskop. Das ist so was hier:

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Die besten Kinderbücher über Evolution

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In Kurzrezensionen möchte ich euch heute mal die sechs Kinder-Sachbücher über Evolution vorstellen, die es meiner Meinung nach besonders wert sind, euer heimisches Kinderbuch-Regal zu erobern.

Ich dachte, so ein Überblick passt ganz gut, da ich ja  bis Mittwoch noch eins davon bei mir verlose.

Zu den ersten dreien Sachbüchern habe ich schon ausführliche Buch-Besprechungen geschrieben, die ich jeweils auch verlinke. Die drei Darwin-Biografien für Kinder bespreche ich hier aber zum ersten Mal. Diese Bücher rollen die Evolutionsbiologie sehr schön von der historischen Perspektive auf und gehen dabei alle drei weit über das reine Leben und Forschen Darwins hinaus.

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Evolutionswissen für den Kindergarten

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Mit ein paar Fossilien und einer Riesentüte voller Plastik-Tiere war ich letzte Woche im Kindergarten um über Evolution zu reden: Welche Tiere gibt es heute? Welche nicht mehr? Woher wissen wir, dass es früher mal andere Tiere gab?

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Oster-Geschenk-Tipps (2)

Nachdem ich schon für die kleineren Kinder ein virtuelles Schaufenster eingerichtet habe, kriegen heute die etwas größeren Kinder ihr eigenes. Hier kommt, was mich beim Stöbern letztens noch so alles inspiriert hat. Wie gewohnt hat einiges mit Biologie zu tun, aber diesmal wollte ich meine Bio-Geschenk-Tipps mal als Teil einer bunten Mischung präsentieren.

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Osterspaziergang_noch_kleiner
Goethes Frühlingsschwelgen

 

Erst Gummibärchen und dann der kleine Pieks?

Dieser Text erschien im März 2014 im gemeinsamen Nachrichten-Portal von web.de, gmx und 1&1. Weil der Blogbereich dort jedoch im April 2018 eingestellt wurde, gibt es den Beitrag jetzt hier im Volltext (vorher waren hier nur Teaser und Link).

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Bei unserem Kinderarzt gibt’s nach der Untersuchung immer eine knusprige Mini-Brezel für’s Kind. Natürlich nur für die Älteren. Babys kriegen noch nichts. Laut neuerer Forschung könnten aber gerade Säuglinge am eindeutigsten von einem Leckerli bei unangenehmen Arzt-Prozeduren profitieren. Allerdings muss es dafür Zucker enthalten und es muss vor der Spritze gegeben werden. Dann reduziert es effektiv ihre Schmerzen.

Im Blog des Kinderdoc entstand letztens eine Debatte über Sinn und Unsinn von Mitgebseln beim Kinderarzt. Er wollte per Umfrage wissen, ob Eltern es gut finden, wenn die Kinder nach der Behandlung etwas Kleines geschenkt kriegen, und wenn ja, was es ihrer Meinung nach geben sollte: Lieber kleine Geschenke? Oder was Essbares?

In den über 150 Kommentaren des Beitrags wurde das Für und Wider der Mitgebsel ausgiebig diskutiert. Sind sie ein schönes Ritual? Taugen sie als Trost bei Schmerzen? Sollte man sie als Belohnung für Wohlverhalten während er Behandlung einsetzen? Wie bei diesen Fragen zu erwarten, ging es heiß her. So fanden manche Süßes ok, aber verachteten den Mini-Spielzeug-Schrott. Bei den Anderen war es genau umgekehrt.

Gar nicht Thema in der Diskussion war aber, dass es das Mitgebsel beim Arzt stets erst nach der Behandlung gibt. Nur eine einzige Mutter berichtete in einem Kommentar, ihre Ärztin wende beim Impfen „die Gummibärchen-Narkose“ an, worunter ich verstehe, dass ihr Kind vor der Spritze etwas Süßes bekommt.

An diese „Gummibärchen-Narkose“ musste ich sofort denken als ich in einem englischsprachigen Blog von Cochrane einen Bericht über verschiedene systematische Reviews las, die Alternativen zu Schmerzmitteln untersucht hatten. Eine dieser medizinischen Übersichtsarbeit konnte bestätigen, dass Zucker bei Babys nachweisbar schmerzstillend wirkt, wenn er vor einer unangenehmen Behandlung verabreicht wird.

Cochrane Reviews gelten als besonders vertrauenswürdige Quelle für Therapie-Entscheidungen. Sie werden von einem unabhängigen Netz von Forschern und Ärzten herausgegeben, die alle verfügbaren Infos zu einer bestimmten medizinischen Therapie einordnen und zusammenfassen.

Der Effekt der Schmerzstillung durch Zucker kann übrigens nicht mit der Ablenkung erklärt werden, die mit der Gabe verbunden ist. Denn erstens wurde der Zucker ein paar Minuten vor der Behandlung gegeben. Und zweitens funktionierte das Geben von Flaschenmilch oder Wasser wenig bis gar nicht. Nur Zucker und Muttermilch (die ja ebenfalls sehr süß ist) reduzierten die Schmerzbekundungen des Babys eindeutig.

Andere Reviews zeigen, dass auch andere Maßnahmen vor der Prozedur den Schmerz reduzieren, wie direkter Hautkontakt mit der Bezugsperson oder auch das Saugen-Lassen an einem Schnuller.

Die Ergebnisse decken sich mit meiner eigenen Erfahrung. Die erste schmerzhafte Prozedur, die meine Kinder jeweils über sich ergehen lassen mussten, war die Blutabnahme an einem der ersten Tage nach der Geburt – für den Standard-Test auf angeborene Stoffwechselstörungen.

Meinen inzwischen 9-Jährigen Großen hatte ich damals „nur“ auf dem Arm als die Hebamme ihm in die Ferse piekste um das Blut abzunehmen. Er zuckte stark zusammen und schrie dann wie noch nie zuvor. Drei Jahre später – beim zweiten Kind – hatte ich eine Hebamme, die einen Trick kannte. Sie bat mich den Kleinen zu stillen. Und wenn ich mich recht erinnere, hat er nur einmal kurz „Äh“ gemacht als der Pieks kam. Dann nuckelte er weiter.

Ob die Forschungsergebnisse von Schmerzstillung durch Zucker auch auf größere Kinder übertragbar ist, konnte noch nicht geklärt werden. Sollte sich aber herausstellen, dass der Effekt auch hier nachweisbar ist, würden meine Kinder bei ihren Impf-Terminen vielleicht zukünftig gleich mit Gummibärchen begrüßt werden, statt erst danach Brezeln abzustauben. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie gegen eine solche Änderung nichts einzuwenden hätten…