Rätsel der Woche: Ahorn-Pickel

Ahorn-Blatt mit roten "Pickeln"„Die Bäume haben wieder diese Dinger!“ Schon letztes Jahr hatte ich mich mit dem Nachbarsmädchen über diese „Ahorn-Pickel“ unterhalten. Nun stand sie auf meiner Terrasse mit zwei abgerupften Blätter in der Hand, legte sie mir vorsichtig auf den Tisch und meinte: „Brynja, kannst du mal rausfinden, was das ist?“

Nun dulden Recherche-Aufträge von kleinen Mädchen eigentlich keinen Aufschub. Aber die Aufträge von Laborjournal-Redakteurinnen auch nicht. Daher dachte ich, vielleicht will sich ja jemand der Ahorn-Pickel annehmen, während ich für die nächste LJ-Ausgabe einen Stapel Kurzmeldungen schreibe!?

Als Belohnung winkt – neben dem üblichen Rätsel-Ruhm – meine ewige Dankbarkeit ob der Rettung meiner Nachbarschaftsehre!

Infektionsängste

Ich bin ja sehr empfänglich für Infektionsängste. Schon bei dem Verdacht, dass die Wurst zu alt ist, die Mayonaise kontaminiert oder das Eis schon mal angetaut war, regt sich bei mir leiser Ekel. Am besten ist, solche Gedanken entstehen gar nicht erst. Wenn drumherum alle wegen EHEC alarmiert sind, ist das aber auch für mich schwer zu ignorieren. Gestern im Garten tauschten sich die Nachbarschaftsmütter schon darüber aus, was man jetzt noch essen könnte. Wo stecken die Erreger? An den Erdbeeren? Oder doch an rohem Gemüse? Infektionsängste weiterlesen

Wird der Placebo-Effekt stärker?

Der Wired-Artikel über den Placebo-Effekt, auf den ich vor ein paar Tagen stieß, ist schon zwei Jahre alt. Für manche also vielleicht ein alter Hut. Aber ich wusste nicht, dass der Placebo-Effekt für Pharma-Firmen ein zunehmendes Problem darstellt. Immer mehr Medikamente scheitern in klinischen Studien daran, weil sie nicht besser wirken als das Placebo. Die Pharma-Firmen würden deswegen sogar schon untereinander Daten austauschen. Und das sie das tun, zeigt laut Autor Steve Silberman, dass es wirklich schlimm sein muss… 😉 Wird der Placebo-Effekt stärker? weiterlesen

Diskriminierung – streng objektiv

Ausgelöst durch meinen Artikel über behinderte Biowissenschaftler (Barrierefrei Forschen, LJ 4/2011, PDF) hatte ich eine interessante Diskussion darüber, was Diskriminierung eigentlich ist und wie sie sich nachweisen lässt.

Aus Erfahrungsberichten im Verlauf der Recherche hatte ich herausgehört, dass es für behinderte Forscher oft schwierig ist, qualifizierte Arbeit zu finden. Daraufhin hatte ich die Voraussetzungen rund um die Einstellung zum Dreh- und Angelpunkt meines Artikels gemacht.

Aber was entgegne ich Diskriminierungszweiflern? Denn auch Nicht-Behinderte tun sich oft schwer. Jeder, der eine Absage nach der anderen kassiert, entwickeln Hypothesen, warum potenzielle Arbeitgeber nicht auf ihn anspringen. Könnte es nicht sein, dass Behinderte ein Scheitern vorschnell ihrem Handicap zuschreiben? Anders gefragt: Müsste man Benachteiligungen bei der Jobsuche nicht auf irgendeine Art nachweisen? Sie objektiv messbar machen? Diskriminierung – streng objektiv weiterlesen

Gentech – ja, und?

Es ist wirklich nicht so, dass ich mich gerne unbeliebt mache. Ähnlich wie beim Thema Homöopathie, gehe ich Diskussionen zu „Genfood“ gerne aus dem Weg. Standard-Meinung ist ja bekanntlich, dass Gentechnik gefährlich ist. Bisher spricht da nicht so viel für. Aber das interessiert niemanden. Das darf man auch nicht sagen. Denn „die Langzeitfolgen sind natürlich unabsehbar“. Was soll man diesem Totschlag-Argument schon entgegensetzen? Gentech – ja, und? weiterlesen

Von wegen Muscheln

Vor zwei Wochen stand bei uns Fossilien-Sammeln auf dem Programm. Erst hatte ich keine Lust mitzumachen. Aber so gar keine. Stand frierend rum, knabberte Sesamstangen und guckte mir meine drei Kerle an, die begeistert auf Steinen rumhauten.

Es war eher mein natürlicher Drang zum Klugscheißen, der mich dann doch dazu brachte, dass ich den Hammer in die Hand nahm. „Such nach Spalten im Stein und versuch ihn da zu öffnen“, erklärte ich meinem Großen. Als ich nach dieser Methode dann selbst ein Ammoniten-Fragment zu Tage förderte, war auch mein Jagdtrieb geweckt. Von wegen Muscheln weiterlesen