Rätsel der Woche: Ahorn-Pickel

Ahorn-Blatt mit roten "Pickeln"„Die Bäume haben wieder diese Dinger!“ Schon letztes Jahr hatte ich mich mit dem Nachbarsmädchen über diese „Ahorn-Pickel“ unterhalten. Nun stand sie auf meiner Terrasse mit zwei abgerupften Blätter in der Hand, legte sie mir vorsichtig auf den Tisch und meinte: „Brynja, kannst du mal rausfinden, was das ist?“

Nun dulden Recherche-Aufträge von kleinen Mädchen eigentlich keinen Aufschub. Aber die Aufträge von Laborjournal-Redakteurinnen auch nicht. Daher dachte ich, vielleicht will sich ja jemand der Ahorn-Pickel annehmen, während ich für die nächste LJ-Ausgabe einen Stapel Kurzmeldungen schreibe!?

Als Belohnung winkt – neben dem üblichen Rätsel-Ruhm – meine ewige Dankbarkeit ob der Rettung meiner Nachbarschaftsehre!


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9 Gedanken zu „Rätsel der Woche: Ahorn-Pickel“

    1. Wobei das Bild eine Milbe zeigt, die auf Disteln zu Hause ist. Naja, ist aber immerhin die gleiche Gattung und die sehen alle wohl ähnlich aus. (Hier z.B. die vom Weizen.)

      Ob der Gattungsname Aceria wohl von Acer (=Ahorn) kommt und deine (mit ein paar anderen ahornbewohnenden Arten) wohl gleich der ganzen Gattung den Namen gegeben hat? (Deswegen hatte ich erst nicht geguckt, ob die verlinkte Art auch wirklich so eine Ahorngallmilbe ist…)

    2. Aha, danke, super! Erinnert mich an die Haarbalgmilben, die bei uns in den Talgdrüsen wohnen. Die sind auch so wurmförmig. Eine von meinen eigenen hatte ich im zoologischen Großpraktikum mal unterm Mikroskop… 😉

    3. An Haarbalgmilben haben die mich auch erinnert. Außer auf Bildern habe ich die aber noch nie gesehen – allerdings ist mein Mikroskop auch schon ewig kaputt und verhindert, dass sich das so bald ändert – und mit meinem Binokular komme ich nicht so weit…

  1. Hier etwas spät mal ne schöne Beschreibung:

    Symptomatik und Biologie:
    Die Hörnchengallmilbe (Aceria macrorhyncha) (… gekürzt von bry) Die Tiere befinden sich innerhalb der Gallen. Gallmilben besitzen nur vier Beine, zählen jedoch wie alle Milben zu den Spinnentieren. Sie haben einen wurm- oder spindelförmigen Körper bei einer Länge von nur 0,1 bis 0,2 mm und einer Breite von 20-50 µm. Die Verursacher sind somit nur mit Hilfe eines Mikroskopes sicher zu erkennen. Eine genaue Artbestimmung kann zudem nur vom Spezialisten durchgeführt werden. Herangezogen wird hier u.a. die Ringelung des Körpers sowie die auftretende Beborstung. (… gekürzt von bry)

    1. Hallo Ronald, danke für deine Antwort. Hab sie etwas gekürzt, als ich gesehen habe, dass es der Text von Arbofux ist. Ich denke, zwei, drei Sätze zitieren ist ok. Mit einem ganzen Text habe ich Bauchschmerzen, urheberrechtlich gesehen. Dann lieber kurz zitieren und Link setzen, dachte ich.

  2. Hallo, wollte mich mal mit einschalten!
    Im Kindergarten meiner Tochter haben die Ahorn-Blätter auch solche roten Pickel. Mein Bestimmungsbuch (DREYER, Eva und DREYER, Wolfgang: Der Kosmos Waldführer, Stuttgart 2001, S. 179) sagt ganz klar (mit Bild): Ahorn-Gallmilbe (Aceria macrorrhycha). „Die Milben greifen in den Hormonhaushalt der Pflanze ein und verursachen eine vermehrte Auxinproduktion. Dieses Pflanzenhormon vewirkt ein lokales Streckungswachstum einiger Zellbereiche der Blattoberfläche. Es entsteht eine Tasche, die sich aus der Blattoberfläche herauswölbt. Die Milben entwickeln sich in dem darunterliegenden Hohlraum. Da alle Nachkommen durch Anstechen und Saugen Gallen erzeugen, nimmt die Gallenhäufigkeit während des Sommers zu.“

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