Schlagwort-Archive: Wissenschaft

Humanistischer Salon Nürnberg – mein Engagement für & meine Artikel über die Veranstaltungsreihe

Heute möchte ich nachholen, was ich schon länger vorhatte, nämlich endlich auch hier im Blog den Humanistischen Salon Nürnberg vorstellen, für den ich mich seit einigen Monaten engagiere.

Als ich im letzten Sommer von der Existenz der Gruppe erfuhr, die die Vorträge, Lesungen und Diskussionen plante, wollte ich ursprünglich über ihre Gründung und die Vorgeschichte schreiben. Nach ein, zwei Treffen war aber klar, dass es auch spannend wäre, stattdessen am Projekt mitzuarbeiten.

Ich war mir sicher: Wenn diese Gruppe zu Events rund um „Wissenschaft, Philosophie und weltlichen Humanismus“ einlädt, dann werden mich nicht nur die Themen interessieren, sondern auch das Drumherum wird so gestaltet sein, dass sich Veranstalter, Referenten und das Publikum wohlfühlen. Humanistischer Salon Nürnberg – mein Engagement für & meine Artikel über die Veranstaltungsreihe weiterlesen

Glaube & Wissenschaft in Konflikt? Rezension zweier christlicher Kinderbücher über Evolution

Im heutigen, dritten Teil meines Rezensionsmarathons bis zum Welttag des Buches möchte ich zwei Kinderbücher vorstellen, die sich zwar beide aus religiöser Perspektive mit dem Thema Evolution beschäftigen, trotzdem aber unterschiedlicher nicht sein könnten:

„Das Buch vom Anfang von allem“ repräsentiert ganz schön die Haltung der liberalen christlichen Theologien, die sich um friedliche Koexistenz mit der Evolutionsbiologie bemühen. Der Schlunz und der geheimnisvolle Schatten  dagegen ist aus evangelikaler, bibeltreuer Position heraus geschrieben, die in Sachen Evolution in offener Opposition zur Wissenschaft stehen. Glaube & Wissenschaft in Konflikt? Rezension zweier christlicher Kinderbücher über Evolution weiterlesen

Auswärts gebloggt: Müssen wir Placebo-Medizin wie die Homöopathie bekämpfen?

Während die einen schwören, Homöopathie habe ihnen schon unzählige Male geholfen, ist sie für die anderen eine esoterische Pseudomedizin. Unmöglich, dass beide Seiten Recht haben, oder?

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„Genfood“: Wo kann ich gentechnisch veränderte Lebensmittel kaufen?

Peanut_butter_cups - 1
Im Gegensatz zu unseren Süßigkeiten enthalten die für den US-Markt produzierten meist gentechnisch veränderte Zutaten. Auch diese Peanut Butter Cups von Reese’s.

Letztens stolperte ich in einem Forum über die Frage einer Schülerin: „Wo kann ich noch schnell Genfood mit Kennzeichnung kaufen? Brauch‘ für mein Biologie-Referat über Gentechnik morgen noch Anschauungsmaterial. “

Weil erstaunliche 100% der Antworten, die sie bekam, falsch waren, und es sicher immer wieder Leute gibt, die das gleiche Problem haben, dachte ich, stelle ich mal ein paar Fakten zusammen:

Darf „Genfood“ verkauft werden?

Ja. Produkte, die gv-Pflanzen enthalten, dürfen normal im Handel vertrieben werden. Voraussetzung ist nur,

  • dass die gv-Sorte als Lebensmittel in der EU zugelassen ist und,
  • dass auf der Packung vermerkt ist, dass Zutaten von gentechnisch veränderten (gv-) Pflanzen stammen.

Warum ist dann immer von „Genfood“ die Rede, das nicht gekennzeichnet ist?

Lebensmittel, in denen gv-Pflanzen drin sind, müssen immer gekennzeichnet werden. Das kann und wird auch überprüft. Und wer sie nicht kennzeichnet, verstößt gegen das Gesetz.

Nicht gekennzeichnet werden muss Milch und Fleisch von Tieren, die gv-Pflanzen zu fressen bekommen haben. Das hat einen einfachen Grund: An der Milch oder dem Fleisch selbst kann man im Zweifel nämlich gar nicht nachweisen, ob dieses Tier nun gv-Pflanzen im Futter hatte oder nicht.

Warum habe ich im Laden noch nie gv-Kennzeichnung gesehen?

Obwohl es erlaubt ist, es zu verkaufen, führen nur wenige kennzeichnungspflichtiges „Genfood“. Die Schülerin wird es also schwer gehabt haben, solche Lebensmittel bis zum nächsten Tag aufzutreiben. „Genfood“: Wo kann ich gentechnisch veränderte Lebensmittel kaufen? weiterlesen

Auswärts gebloggt: Ist Wissenschaft hart und kalt?

Es war noch in der Schulzeit als mir der Vorwurf zuerst begegnete: „Du mit deinen wissenschaftlichen Erklärungen immer“, sagte meine Freundin und verdrehte die Augen, „die machen die Welt so kalt und trostlos.“

Warum es vielen so geht wie ihr, was in den Naturwissenschaften fehlt und warum dies kein wirklicher Nachteil ist, sondern sogar ein Vorteil, darüber habe ich auswärts geschrieben – am Beispiel Schwangerschaftstest…

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Auswärts geschrieben: Wenn Evidenz lästig ist

Die neue EU-Kommission hat sich entschieden, den Posten des Chief Scientific Advisors wieder abzuschaffen, der erst vor drei Jahren geschaffen wurde. Für’s Laborjournal online hab ich drüber geschrieben, warum das ein trauriger Fehler ist:

Laborjournal Online: Wenn Evidenz lästig ist. Auswärts geschrieben: Wenn Evidenz lästig ist weiterlesen

Nicht ich verharmlose Diskriminierung, sondern die Sympathisanten grünen Hasses

In den Diskussionen zu meinem Beitrag über grünen Hass wurde mir vorgeworfen, ich würde Fremdenhass relativieren, indem ich ihn mit Gentechnik-Ablehnung vergleiche. Die zugrundeliegende Annahme der Sympathisanten ist, dass grüner Populismus nur Produkte ächtet und keine Menschen. Dem ist aber leider nicht so. Ich möchte hier zeigen, dass nicht mein Vergleich, sondern diese Fehlwahrnehmung zu einer Verharmlosung von Diskriminierung führt – und damit eine Gefahr für Menschenwürde und Demokratie darstellt.

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Die Vorgeschichte zu meinem Artikel über grünen Hass

Mein Beitrag über grünen Hass hat viele, ganz unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen – von leidenschaftlicher Zustimmung bis zu entsetzter Ablehnung. Nicht nur hier im Blog wurde über das von mir in diesem Text vorgestellte Konzept des grünen Populismus debattiert, sondern auch bei einem Crosspost des Beitrags bei den Ruhrbaronen und  in Jürgen Schönsteins Blog Geograffitico.

Einige Leute warfen mir  in diesen Diskussionen vor, ich würde mit meiner Kritik maßlos übertreiben. Hier möchte ich nachzeichnen, wie ich zu dieser – zugegeben harten -Kante gegenüber bestimmten grünen Denkmustern gekommen bin.

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Von Ideologie korrumpiert – wenn Naturschutz und Transparenz die falschen Anwälte haben

Sie warnen vor der Macht der großen Branchenlobbys, sind aber selbst zutiefst korrumpiert – von Dogmen, Feindbildern und einem Glauben, der nicht überprüft werden darf. Wie NGOs mit grün-linksalternativem Populismus Demokratie und Wissenschaft gefährden.

In einer Erklärung, die „Corporate Europe Advisory“ (CEO) am letzten Freitag auf ihrer Website veröffentlichte, wirbt die Nicht-Regierungsorganisation noch einmal für die Abschaffung des Wissenschaftlichen Beraterpostens der EU.

Die NGO ist neben Greenpeace Europe eine der 9 Organisationen, die den offenen Brief an den kommenden Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, unterschrieben haben, über den ich mich seit Ende Juli aufrege.

In dem neuen Text zeigen sich die selbsternannten Watchdogs der EU-Business-Lobby verwundert darüber, dass sich gerade Sense about Science in einem zweiten offenen Brief gegen sie stellte. Eine NGO, die doch einen scheinbar ähnlichen Kampf gegen Kräfte aus der Pharmalobby unterstützt – die Alltrials-Kampagne für Studientransparenz in der klinischen Forschung. Von Ideologie korrumpiert – wenn Naturschutz und Transparenz die falschen Anwälte haben weiterlesen

Selbst die Australier sind über den EU-Streit Greenpeace vs Wissenschaft besser informiert sind als die EU-Öffentlichkeit selbst

In den letzten zwei Wochen habe ich mich zwar gefreut, mit meinem kleinen Wissensküche-Blog hier etwas Aufmerksamkeit erzeugt zu haben für den Streit über die Wissenschaftliche Beratung in der EU.

Aber größer als diese Freude ist bei mir die Verwunderung darüber, dass die Berichterstattung zum Thema fast ausschließlich in englischsprachigen Medien stattfindet. Selbst Australien und die USA sind besser über den Konflikt informiert als die EU-Öffentlichkeit.

Noch erstaunlicher ist nur noch, wie wichtig das Thema Wissenschaftliche Beratung für die Politik offenbar in den letzten Jahren international geworden ist, ohne dass man in Deutschland davon etwas mitbekommen würde.

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