Schlagwort-Archive: Philosophie

Humanistischer Salon Nürnberg – mein Engagement für & meine Artikel über die Veranstaltungsreihe

Heute möchte ich nachholen, was ich schon länger vorhatte, nämlich endlich auch hier im Blog den Humanistischen Salon Nürnberg vorstellen, für den ich mich seit einigen Monaten engagiere.

Als ich im letzten Sommer von der Existenz der Gruppe erfuhr, die die Vorträge, Lesungen und Diskussionen plante, wollte ich ursprünglich über ihre Gründung und die Vorgeschichte schreiben. Nach ein, zwei Treffen war aber klar, dass es auch spannend wäre, stattdessen am Projekt mitzuarbeiten.

Ich war mir sicher: Wenn diese Gruppe zu Events rund um „Wissenschaft, Philosophie und weltlichen Humanismus“ einlädt, dann werden mich nicht nur die Themen interessieren, sondern auch das Drumherum wird so gestaltet sein, dass sich Veranstalter, Referenten und das Publikum wohlfühlen. Humanistischer Salon Nürnberg – mein Engagement für & meine Artikel über die Veranstaltungsreihe weiterlesen

#symp2015 – Mein Blick aufs Turm der Sinne – Symposium „Gehirne zwischen Liebe und Krieg“- Teil 1

TdS Pressebild Symposium 2015 HiRes

Ich bin ja eine eher untypische Biologin, weil mich das, was anderen Naturwissenschaftlern oft nur lästig ist, am allermeisten interessiert: Wenn es nämlich knirscht zwischen Biologie und anderen Disziplinen oder wenn Welt- und Menschenbilder sich mit bestimmter wissenschaftlicher Evidenz schwer tun.

Zum Glück teile ich die Leidenschaft für die Debatte an diesen Grenzflächen mit den Mittelfränkischen Humanisten, die das Nürnberger Museum „Turm der Sinne“ betreiben. Jeden Herbst stellen sie ein wunderbares Symposium auf die Beine, wo Hirn- und Verhaltensforscher, Psychologen und Philosophen über Natur und Kultur des Menschen sprechen und mit einem ungewöhnlich breit interessierten Publikum diskutieren. Diesmal lautete das Thema „Gehirne zwischen Liebe und Krieg“.

Das sind meine persönlichen Eindrücke und Gedanken zum ersten Drittel der Vorträge: #symp2015 – Mein Blick aufs Turm der Sinne – Symposium „Gehirne zwischen Liebe und Krieg“- Teil 1 weiterlesen

Anmeldung für „Das soziale Gehirn“ Turm der Sinne – Symposium 2014

TdS Pressebild Symposium 2014 HiRes mit Logo

Im Herbst lockt wieder meine Lieblingsveranstaltung in der Region: das Turm-der-Sinne-Symposium. Thema dieses Jahr ist Das soziale Gehirn – Neurowissenschaft und menschliche Bindung (Fürther Stadthalle,  26. bis 28. September 2014)

Ich gehe natürlich hin und kann die Veranstaltung nachdrücklich allen empfehlen, die sich – wie ich – für Themen rund um Hirnforschung, Psychologie und Philosophie begeistern können.

Das Programm ist wieder schön bunt. Die unterschiedlichsten Forscher haben sich angekündigt um Vorträge zu halten über Empathie und über soziale Intelligenz, über Objektwahrnehmung und über Traumatisierung, über Altruismus und über das Trainieren von Emotionen. Vielversprechend!

Online-Anmeldung (mit Frühbucher-Rabatt bis 31.7.)

#symp2013 (3) – Beckermann über den Blödsinn mit DEM Ich

TdS Symposium PR Blatt 01-2013 72 DpI RGBVon der Stimmung auf dem Turm der Sinne-Symposium 2013 habe ich schon berichtet, genauso wie über die beiden ersten Vorträge des Samstags. Hier kommt nun das, was ich vom lästerlichen Samstag-Vortrag Nr. 3 mitgenommen habe.

Auf  Ansgar Beckermann hatte ich mich schon gefreut, weil er gut verständliche und humorvolle Vorträge hält (und weil ich durch ihn und seinen Symposiumsvortrag von 2011 weiß, wie eigentlich meine Haltung zum Freien Willen genannt wird).

Der Philosoph enttäuschte meine Erwartungen nicht. Ja, er war an diesem Symposium derjenige, der von den anderen Vortragende am meisten erwähnt wurde, wenn auch nicht unbedingt zustimmend. Das lag wohl daran, dass er etwas sehr Grundlegendes in Frage stellte: die Rede von ‚DEM Ich‘ oder ‚DEM Selbst‘. Er hält nämlich die Verwendung der Worte ‚ich‘ und ’selbst‘ als Substantive nicht nur für ungrammatisch, sondern sogar für eine der größten Fehlentwicklungen in der Geschichte der Philosophie, auf einer Stufe mit der Erfindung der Erbsünde durch Augustinus. #symp2013 (3) – Beckermann über den Blödsinn mit DEM Ich weiterlesen

#symp2013 (1) – Salon-Stimmung rund ums Hirn

TdS Symposium PR Blatt 01-2013 72 DpI RGBAm Wochenende war ich auf dem Symposium vom Turm der Sinne und bin randvoll mit neuen Erkenntnissen und interessanten Gedanken-Anregungen. Zentrales Thema diesmal: Bewusstsein, Selbst und Ich. In halbstündigen Vorträgen gaben Hirnforscher, Psychologen und Philosophen Einblick in aktuelle Forschung und schwelende Kontroversen. Ich denke, meine Gedanken dazu reichen gleich für ein paar Blog-Beiträge. Ich nehme mir also Zeit und spüre in diesem ersten Teil der Serie erstmal der speziellen Stimmung der Veranstaltung nach und erkläre, was sie mit Weltanschauungsfragen zu tun hat. #symp2013 (1) – Salon-Stimmung rund ums Hirn weiterlesen

Warum ich frei bin, obwohl mich mein Hirn steuert

Titelbild des turmdersinne-Symposiums 2011, Bild zeigt einen Verbrecher als Marionette seines GehirnsEs ist ja immer eine Freude passende Schubladen für andere Menschen zu finden. Noch viel mehr Spaß habe ich allerdings daran, eine neue Schublade für mich zu finden. Samstag vor einer Woche war es mal wieder so weit. Über die behagliche Schublade, in der ich neuerdings sitze, wollte ich schon letzten Montag bloggen, bevor mir das Läuse-Thema dazwischen kam.

Meine neue Schublade trägt den Aufkleber „Kompatibilisten“, was heißt, dass ich mich nun offiziell zu den Leuten rechne, die sich zwar als biologische Maschinen sehen, aber trotzdem meinen, sie hätten einen freien Willen. Ja, die sogar meinen, freier könnte ihr Wille gar nicht mehr werden ohne willkürlich zu werden.

Aufgegangen ist mir das beim Vortrag von Ansgar Beckermann beim Symposium turmdersinne 2011 über „Verantwortung als Illusion? – Moral, Schuld, Strafe und das Menschenbild der Hirnforschung“. Beckermanns Vortrag war sicherlich nicht der mitreißendste des Wochenendes, aber gerade in seiner Unaufgeregtheit fühlte ich mich sehr zu Hause. Das Thema Willensfreiheit fasziniert mich schon seit Jahren, dabei fand ich den ganzen Streit darum aber zunehmend unsinnig. Warum ich frei bin, obwohl mich mein Hirn steuert weiterlesen

Vorfreude auf Hirnforschung und Philosophie

Titelbild des turmdersinne-Symposiums 2011, Bild zeigt einen Verbrecher als Marionette seines GehirnsNoch scheint es Karten zu geben. Wer sich also (wie ich) schon jetzt auf den Herbst freuen will, sollte sich noch schnell beim diesjährigen „Turm der Sinne“-Symposium anmelden. Wie jedes Jahr laden die Macher des kleinen Nürnberger Museums zu einem Wochenende voller interessanter Vorträge. Diesmal referieren Neurobiologen und Psychiater, Juristen und Philosophen zur Frage: Verantwortung als Illusion? – Moral, Schuld, Strafe und das Menschenbild der Hirnforschung.

Die Veranstaltung richtet sich an die breite, interessierte Öffentlichkeit. Und das macht sie auch gut. Wobei es natürlich den Wissenschaftlern unterschiedlich gut gelingt, sich allgemeinverständlich auszudrücken – so zumindest meine Erfahrung von früheren Symposien (2004, 2009 und 2010). Vorfreude auf Hirnforschung und Philosophie weiterlesen

Star Trek Biologie

Wenn man krank ist, darf man den ganzen Tag im Schlafanzug bleiben, mit Wärmflasche im Bett liegen und lesen. Und ja, man darf sich auch abends, wenn die Kinder im Bett sind, ganze Staffeln von Star Trek zu Gemüte führen. Gut, dass sich mein Gatte in einem Anflug von Sentimentalität einen Stapel Raumschiff Voyager-DVDs bestellt hatte.

Captain Janeway hat es ja besonders schwer. Ein Unglück hat ihr Schiff in den Delta-Quadranten verschlagen. Abgeschnitten vom Rest der Sternenflotte muss sie und ihre Crew mit allen Bedrohungen alleine fertig werden. Star Trek Biologie weiterlesen