Schlagwort-Archive: Kinder

Wissensbücher für den Urlaub

Bei uns wird (fast) jeden Abend eine Gutenacht-Geschichte serviert, für jeden der Jungs eine. Nach dem Zähneputzen heißt es: „Such‘ dir mal ein Buch aus!“ Das machen wir im Urlaub natürlich auch. Wenn wir mal für ein paar Tage zu den Großeltern fahren, greife ich vorher einfach mal beherzt in die Kiste mit Pixi-Büchern. Man will ja keine großen oder gar gebundene Bücher durch die Republik karren. Aber manchmal will man ja auch mal was Neues. Wissensbücher für den Urlaub weiterlesen

Von coolen Dinos und langweiligen Hühnern

zwei Spielzeug-Dinos schauen sich anMeine Jungs liiieben Dinos. Mal lassen sie respekteinflößende Riesen-Brachiosaurier gegen wild-gefährliche Allosaurier kämpfen. Mal verwandeln sie sich selbst in einen Fleischfresser und erklären Andere fauchend zu ihrer Beute. Dann wieder graben sie als Forscher versteinerte Dino-Eier aus dem Sandkasten, die nur uneingeweihte Mütter mit normalen Steine verwechseln können.

Warum ich das erzähle? Nun, ich bin mir nicht ganz sicher, ob es nicht vor allem meine Erlebnisse als Jungs-Mutter sind, weswegen mich das Video „Building a Dinosaur from a Chicken“ bei TED.com so amüsiert hat. Es ist der Vortrag des Paläontologen Jack Horner über seine vergeblichen Versuche Dino-DNA aus Fossilien zu gewinnen. Was daran lustig ist und was das mit kleinen Jungs zu tun hat, guckt man sich am besten selbst an. Von coolen Dinos und langweiligen Hühnern weiterlesen

Ibu geht mal mit dem Chef reden

Mein Kleiner hat Fieber. Gestern hing er so richtig in den Seilen. Gegen Abend war er bei 39,9°C angekommen. Er hing in den Kissen und starrte nur noch glasig in den Fernseher, eine Folge nach der nächsten vom fröhlich durch’s Leben trabenden Zeichentrick-Jungen Caillou. Mehr war nicht mehr drin. Wasser, Brezeln – und Caillou.

Als er schließlich eindöste, trug ich ihn ins Bett, musste jedoch alle halbe Stunde wieder hin, weil er weinte – ein schwaches, klägliches „Ich bin so fertig“-Weinen. Zum Mitheulen. Erst nach ein bisschen Ibuprofen-Saft wurde es besser. Zurück am Computer dachte ich: Hey, darüber könnte ich doch schreiben! Wie und wo greift Ibuprofen eigentlich in das Fiebergeschehen ein? Ibu geht mal mit dem Chef reden weiterlesen

Keine ewig gültigen Wahrheiten, bitte!

Hexavac-Aufkleber in einem ImpfbuchIch musste heute an eine Situation denken, die schon ein paar Jahre her ist. Mein erster Sohn war fast ein Jahr alt. Wir waren mit anderen Baby-Müttern verabredet und eine von ihnen war sichtlich wütend: „Hast du DAS gelesen? Können sie das Zeug nicht testen BEVOR sie das unseren Kindern geben?“ Die Rede war vom Impfstoff Hexavac, der gerade vom Markt genommen worden war (Herbst 2005).

Mein Sohn hatte bis dahin schon drei Dosen des Sechsfach-Impfstoffs bekommen und deshalb war die erste Rückfrage von mir natürlich: „Wieso? Gab’s Nebenwirkungen?“ Die erregte Mutter erklärte, der Impfstoff sei mit der Begründung vom Markt genommen worden, dass der Hepatitis-B-Schutz wohl nicht lang genug wirken würde. Ich meinte: „Na, dann ist doch gut, dass sie das ersetzen. Gibt doch einen Ersatz, oder?…“ Gibt es in Form von Infanrix. Aber ich hatte ihren Punkt offensichtlich nicht verstanden. Keine ewig gültigen Wahrheiten, bitte! weiterlesen

Für Vorschulforscher und Weltentdecker

Felix auf Forscherreiseein Teil des Inhalts vom Experimentierkasten: Forschertagebuch, Weltkarte mit Route, Experimentierbecher, Postkarte, Aufkleber: Der beliebte Reisehase macht Experimente in aller Welt – und kleine Kartenliebhaber und Vorschulforscher machen mit.

Die Geschichten vom Kuschelhasen Felix, der auf Reisen geht und Briefe nach Hause schickt, sind bei unseren Jungs sehr beliebt. Besonders bei Autofahrten laufen die Hörspiele rauf und runter.

Seit Oktober steht hier nun auch der Kosmos-Experimentierkasten von Felix. Er verbindet kleine Erforschungen von Naturphänomenen mit der Vermittlung geografischen Wissens. Wo liegt Madagaskar? Und wie sieht die russische Flagge aus?

Auf unserer letzten Experimentierreise besuchten wir Felix‘ Forscherstation in Grönland. Auf einer Postkarte erzählt Felix über Eisberge. Im Forschertagebuch steht, wie man Eiswürfel angeln kann: Faden auf  Eiswürfel, bis 5 zählen, ziehen… geht nicht? Hmmh, dann vielleicht ein bisschen Salz auf den Faden? Ja, jetzt klappt’s.

Der kleine Forscher diktiert Mama die Ergebnisse. Wir lesen eine kleine Erklärung, warum’s mit Salz plötzlich geht. Taut an und gefriert dann wieder, mit dem Faden drin. Wunderbar! Felix‘ Postkarte bekommt die passende Briefmarke und ein weiterer Ort auf Weltkarte kriegt Besuch von dem Wollfaden, der unsere Reiseroute markiert.

Dieses Gesamtpaket ist genau richtig für den Großen. Er ist inzwischen geschickt genug um viel selbst hinzukriegen bei den Experimenten. Und noch dazu treibt ihn eine enzyklopädische  Wissenssammel-Wut. Gerade die Länderkunde hat im letzten Jahr bei uns einen Boom erlebt – dank des Eurovision Song Contest und der Fußball-WM. Die Teilnehmer beider Großveranstaltungen, ihre Ergebnisse und die Flaggen ihrer Länder beschäftigen ihn heute noch. So wunderte er sich letztens, dass ich die Flagge von Georgien nicht erkenne, die er gemalt hat. „Die waren doch beim Singwettbewerb!“ Mensch, Mama!

Felix auf Forscherreise*, Experimentierkasten, empf. ab 6 Jahren, mit Materialien für 20 Experimente, um die 25 Euro

* mit dem Sternchen kennzeichne ich Partner-Links im Text (mehr dazu im Werbe-Disclaimer)

Ich brauche ein Klugscheißer-Update!

Der Kindergartenkumpel meines 6-jährigen fragte mich mal (nachdem ich ihm erzählt hatte, dass ich Biologin bin), was Biber essen. Ich dachte an die großen Nagerzähne und antwortete: „Hmmh, ich glaube Pflanzen.“ Er starrte mich entgeistert an. „Wieso weißt du das nicht. Als Tierforscherin muss man das doch wissen! Die essen doch Fische!“ Äääh? Vielleicht dachte er an Fischotter?

Aber mit diesem „Du als Biologin müsstest das doch wissen“ kriegen sie mich ja immer wieder. Auch wenn ich weiß, welche Lexikon-Meter Zoologie es allein bedeuten würde zu wissen, was alle Viecher dieser Erde fressen. Sollte ich nicht zumindest die Fragen eines 5-Jährigen zur heimischen Fauna mit einem überzeugenden Kurzvortrag beanworten können? Ich brauche ein Klugscheißer-Update! weiterlesen

Science Center in Nürnberg geplant

Ha, endlich hab ich den Artikel wiedergefunden:  in Nürnberg soll nämlich ein Science Center entstehen, wie die Nürnberger Zeitung im Oktober berichtete. Bin gespannt wie die Planungen weitergehen und wie es sich als Mitmach-Museum positionieren will zwischen den vorhandenen Angeboten. Es solle da weitermachen, wo das Museum Industriekultur aufhört, heißt es im Artikel. Aber es gibt ja noch mehr Angebote, die u.a. Experimentierstationen im physikalisch-technischen Bereich bieten. Mir fällt da spontan ein: der Turm der Sinne, die Dauerausstellung Schatzkammer Erde im Kindermuseum und im Sommer das Erfahrungfeld der Sinne auf der Wöhrder Wiese.

Bin in diesem Zusammenhang das erste Mal darauf gestoßen, dass es hier in der Region eine Firma gibt, die Exponate für Science Center in aller Welt macht: die Hüttinger GmbH aus Schwaig. Die fördern das Projekt. Macht ja auch Sinn. Mir fiel ein, wo ich den Firmennamen in letzter Zeit noch mal gesehen hatte: als Sponsor auf dem Plakat für den 1. Nürnberg Science Slam, der am 26. Oktober im Planetarium stattfand und den ich mir gerne angeschaut hätte. Nicht schlecht, wenn die sich regional mit so was engagieren.

Zootiere im Schnee

Gestern waren wir im Nürnberger Tiergarten. Die Winterpremiere! Denn bei Eis und Schnee kam uns ein Zoobesuch bisher nie in den Sinn. Zu Unrecht. Schon die Giraffen am Anfang waren eine Überraschung. Ich hätte nicht erwartet, dass sie überhaupt draußen sind. Aber dass sie so viel Spaß haben! Die kleine Giraffe, die wild über den Schnee galoppierte und die Strauße im Gehege dahinter aufscheuchte, müsste Carlo gewesen sein. Der junge Giraffenbulle wurde laut Infoseiten über Änderungen im Tierbestand im April geboren.

Mein Großer hat mir ein paar Zootiere gemalt. Das Tier im Baum ist eins meiner Lieblinge: ein Buntmarder. Die gibt’s in Nürnberg erst seit 2008. Laut Presse-Info von damals haben sie hier das größte Gehege weltweit, 720 qm. Wenn man sich anschaut wie das gebaut ist, müssen diese Buntmarder echte Ausbruchsspezialisten sein: breite Stachel-Manschetten um die Bäume, hohe Elektrozäune + Extra-Absicherung oben. Aber die sind ja auch wendig und aktiv! Macht richtig Spaß ihnen zuzugucken! Andere Tiergartenbesucher warfen Schneebälle über den Zaun und die Buntmarder hechteten mit Jagdblick hinterher. Das mussten wir natürlich gleich nachmachen… Ich glaube, wir hätten noch ’ne Stunde nur dort bleiben können. Aber man will ja noch ein paar andere Tiere besuchen. Naja, die Nähe des Mähnenwolfes, der bei uns nur noch Stinkwolf heißt, trägt vielleicht auch ein kleines bisschen dazu bei, dass es einen weiter treibt… 😉 Zootiere im Schnee weiterlesen

Von der Homöopathie bis zum Christkind

Ich streite mich nicht gerne über Homöopathie. Die Leute reagieren da sehr empfindlich. Besonders Mütter. Ich hab mehr als eine getroffen, die der festen Überzeugung war, Globuli vom homöopathischen Arzt ihres Vertrauens seien das Einzige gewesen, das ihr Kind vor einer Karriere in chronischer Krankheit bewahrt habe. Widersprich mal einer Mutter, deren Kind gerettet wurde!

Ne Weile hatte ich mir deshalb geschworen, das Thema einfach nicht mehr zu kommentieren. Wer will schon böse Blicke ernten in einer gerade noch netten Runde? Wer will die traute Einigkeit zerstören, die alle bei den Kügelchen hegen? Ich nicht. Sollnse doch. Mir egal. So schlimm finde ich die Homöopathie außerdem gar nicht. Von der Homöopathie bis zum Christkind weiterlesen

Wo Naturkunde so ästhetisch ist wie interessant

 

Ein Highlight des Familien-Kurzurlaubes in Berlin: Das Naturkundemuseum in der Invalidenstraße! Unbedingt hingehen! Riesige Dino-Skelette (ein Kleinjungentraum), überhaupt feinste Fossilien, tolle Wissensaufbereitung von Geologie, Evolution und Menschwerdung, Dioramen zur heimischen Fauna, Schaukästen über die Herstellung von zoologischen Präparaten. Einfach nur schön. Den Verlockungen im Museumsshop konnten wir auch nicht standhalten. Ausbeute: ein Kuschel-Dino (ein Triceratops, den wir Topsi genannt haben), ein Evolutionsbuch für Kinder, zwei Plakate der ausgestellten Dino-Skelette, ein Dino-Hörspiel, …