Schlagwort-Archive: Insekten

Auswärts gebloggt: Wildbienen im Regal

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Unglaublich, wie wenig manche Wildbienen zum Leben brauchen. In unserem Fall nur ein bisschen Großstadt-Grün und ein altes Regal auf der Terrasse.

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Das Ei: Ursprung allen Lebens – eine Buch-Rezension – Biologie des Hühnereies (5)

BuchcoverHier noch die Rezension des Buches, das ich diesmal beim Rätsel des Monats verlose:

Beim Durchblättern von Monika Offenbergers Buch über die Biologie des Eies war ich noch etwas skeptisch. Viele tolle Fotos versprachen eine breite Themenvielfalt. Damit aber aus dieser Vielfalt ein lesenswertes Buch entsteht, dachte ich, würde es einen roten Faden besonderer Dicke brauchen.

Zu meiner Freude liefert die Autorin genau den. Denn die Biologin und Wissenschaftsjournalistin hat in „Das Ei: Ursprung allen Lebens“ nicht nur eine Fülle von Daten und Fakten zusammengetragen, sondern erzählt eine Geschichte – eine Wissenschaftsgeschichte im zweifachen Wortsinn. Das Ei: Ursprung allen Lebens – eine Buch-Rezension – Biologie des Hühnereies (5) weiterlesen

Rätsel des Monats: Ein leckeres Insektizid

Es ist Zeit für das Rätsel des Monats. Ich bin gespannt, ob ihr drauf kommt. Ich suche heute den Namen eines Insektizids, das ich oft zu mir nehme. Ich nehme es nicht aus Versehen zu mir, sondern durchaus gewollt. Und ich bin nicht alleine damit. Fast alle Erwachsenen, die ich kenne, genehmigen sich regelmäßig etwas davon. Vielleicht bist auch du Konsument.

Von Insekten wird der Stoff gemieden, weil er für sie tödlich sein kann. Bei uns hat er eine andere Wirkung. Er verändert etwas im Gehirn. Und meistens gefällt uns, was er dort tut. Ja, wir nehmen den gesuchten Stoff sogar gezielt zu uns, damit er den Neurotransmitter Adenosin bei der Arbeit stört. Wir wollen dann, dass er die Adenosin-Rezeptoren unserer Neuronen blockiert und Adenosin seine Signale nicht mehr übermitteln kann.

Von welchem bewusst und legal konsumierten Insektizid ist hier die Rede?

Zu gewinnen ist wieder Ruhm und Ehre, liebe Leser.  Also auf die Rätsel-Startblöcke, fertig… los!

Chemie vs. Natur

Es kommt vor, dass ich aufgeregte Anrufe und Mails bekomme, wenn im Familien- oder Freundeskreis Parasiten oder Schädlinge auftauchen, die Ängste oder Ekel hervorrufen. Auch zur Giftigkeit der Insektenschutzmittel vom Kammerjäger sollte ich in diesem Zusammenhang schon Auskunft geben. Schließlich habe ich ja Biologie studiert. Dass man so nützliches toxikologisches Anwendungswissen im Biologiestudium nur in Ausnahmefällen lernt, kann ja wirklich niemand ahnen… 😉

Wenn ich Zeit und Lust habe, recherchiere ich dann mal ein bisschen, wie bestimmte Viecher am besten zu bekämpfen sind, ohne dass man sich selbst dabei schadet. ABER – und jetzt kommen wir zum eigentlichen Thema – bei den Gesprächen dazu fällt mir immer wieder auf, dass es ganz verbreitete Fehl-Vorstellungen gibt zu den Unterschieden zwischen „chemischen“ und „natürlichen“ Mitteln. Hier einige sehr verbreitete Vorurteile, die einfach nicht stimmen. Chemie vs. Natur weiterlesen

Buschmalven-Liebe

Buschmalve1Sommergefühle pur beschert mir gerade meine Buschmalve vor der Terrasse. Und ich bin nicht allein in meiner Liebe zu ihr. Jede Menge Bienen und Hummeln umschwirren sie jeden Tag. Sie blüht wie eine Wilde. Und scheint in ebenso wilden Mengen Nektar an alle zu verteilen, die vorbeikommen.

Habe mich vorhin zur Abwechslung nicht nur genießerisch in den Liegestuhl daneben gelegt, sondern mal fotografiert, was da so an Blütenbesuchern unterwegs ist. Buschmalven-Liebe weiterlesen

Industriegeschichte und Wanzen-Paarung

feuerwanzen
Frühlingsgefühle – auch bei den Wanzen…

Lange haben wir auf den Frühling gewartet, aber gekommen ist dann … der Sommer. Am heutigen Sonntag gab’s für dieses Jahr gleich mehrere Draußensitz-Premieren an einem Tag: im Biergarten, vor der Eisdiele und auf der Terrasse. Herrlich!

Zwischen zwei der Sitz-Premieren haben wir im Fabrikgut Hammer eine Runde gedreht. Das liegt ein wenig östlich von Nürnberg im Grünen und ist wie ein Mini-Freilichtmuseum. Industriegeschichte und Wanzen-Paarung weiterlesen

Tierdarstellung – wirklichkeitstreu oder emotional aufgeladen?

Ausschnitt aus dem Wurm-Spiel
Auch Feuerwanzen wird übrigens ein Beinpaar dazugedichtet. Ameisen aber nicht.

Beim Rätsel dieser Woche hab ich mich ja schon als jemand geoutet, den es stört, wenn Käfer mit überzähligen Beine dargestellt werden – in dem Fall mit spinnentypischen 8 statt der insektentypischen 6. Aber wie Kornels Antwort auf meine Frage schon zeigte („Dass die roten Spinnen links nur zwei Augen mit Pupillen haben?“), erscheint es auf ersten Blick ziemlich relativ, wo man sich anfängt aufzuregen. Selbst wenn die Beine richtig wären, sind’s die Augen immer noch nicht. Warum stört mich also das eine, das andere aber nicht? Ist es vielleicht ungerecht überhaupt zu meckern, weil Darstellungen von Tieren ja selten wirklichkeitstreu sein sollen? Ich finde: Nein. Warum für mich Bein- und Augendarstellung zwei paar Stiefel sind – das eine ein Aufreger, das andere nicht . Tierdarstellung – wirklichkeitstreu oder emotional aufgeladen? weiterlesen

Schönheiten aus der Biotonne

Bei den allerkleinsten Insekten kenne ich mich kaum aus. Ich weiß nicht, was mir an Viehzeug beim Fahrrad-Fahren ins Auge fliegt. Ich kenne die Biester nicht, die mir aus Blumentöpfen entgegenkommen, wenn ich dranstoße. Ja, mir ist auch nicht bekannt, was das für Winzkäfer sind, die sich auf mich setzen, wenn ich was Gelbes anziehe.

EIN kleines Insekt aber, das kenne ich ganz gut. Ja, ich freue mich richtig, wenn ich’s sehe. Und das tue ich zur Zeit oft. Vor allem in der Küche. Auf den Bananen krabbelnd. Die Gläser mit schalen Bierresten umschwirrend.  Dicht an dicht schlemmend an den Stücken der überreifen Ananas. Schönheiten aus der Biotonne weiterlesen

Von der Mücke, die keine war

Manchmal schreibt das Leben Geschichten mit enttäuschendem Ende. Selbst die, deren Unschuld bewiesen wurde, kann sich nicht mehr daran freuen. Aktenzeichen XY ungelöst für Insekten-Täter.

Wir waren beide ganz aufgeregt. Eine befreundete Mutter hatte mir den mutmaßlichen Übeltäter mitgebracht. Am Abend zuvor hatte sie das Insekt zur Strecke gebracht. Nun lag das Tier im Kinder-Lupenglas zwischen uns. Verschwörerisch grinsten wir uns an bei unserer Übergabe auf dem Spielplatz. Ich versprach einen lang überfälligen Besuch an der Uni zu nutzen um die Identität des Angeklagten zu überprüfen. Von der Mücke, die keine war weiterlesen