Schlagwort-Archive: Garten

Die besten Insektenhotels: In großen Geschäften ist es zwar erstaunlich schwierig, gute Nisthilfen für Wildbienen zu kaufen – aber nicht unmöglich – Insektenhotel (2)

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Mein Favorit und einziges Insektenhotel der großen Vertriebskanäle, das mir den Empfehlungen voll zu entsprechen scheint

Viele Insektenhotels in den Gärten von Leuten sind von ihrer Füllung her nicht optimal. Das ist nicht unbedingt so, weil die Menschen beim Einkauf im Baumarkt oder Amazon falsche Entscheidungen treffen, sondern weil in den großen Vertriebskanälen die aus biologischer Sicht überzeugendsten Modelle oft gar nicht angeboten werden.

Es gibt dort zwar oft verschiedene Nisthilfen für Insekten zur Auswahl, aber eben kaum solche, die den Empfehlungen von Wildbienen-Experten entsprechen. Das finde ich komisch. Denn es gibt tolle Insektenhotels. Aber warum nur bei kleinen Webshops und nicht im Sortiment der Geschäfte, in die die meisten Leuten gehen?

In diesem Beitrag geht es darum, was ich an vielen Insektenhotels zu meckern hatte, die ich im Baumarkt und bei Amazon fand, und welches  ich schließlich kaufte, weil es mich überzeugte.

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„Was? Ich soll ein Hotel für meine Feinde bauen?“ – oder: Drohen durch das Insektenhotel schmerzhafte Stiche? – Insektenhotel (1)

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Steigt durch ein Insektenhotel im Garten die Gefahr gestochen zu werden?

Meine Jungs (8 und 11) hatten leider schon oft das Pech von Bienen oder Wespen gestochen zu werden. Daher erntete ich erstmal nicht gerade begeisterte Reaktionen,  als ich sie für den Zusammenbau eines Insektenhotels gewinnen wollte.

Insektennester – nein danke?

„Was? Ich soll ein Hotel für unsere Feinde bauen?“, rief mein Großer sogar. Eine Nisthilfe in unserem Garten erschien ihm eine geradezu gefährliche Idee, hatte ihn doch letztens eine Wespe gestochen, weil sie ihr Nest verteidigen wollte. Und sie hatte ihn nicht nur ein- sondern gleich zweimal erwischt – in Hand und Ohr.

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Auswärts gebloggt: Wildbienen im Regal

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Unglaublich, wie wenig manche Wildbienen zum Leben brauchen. In unserem Fall nur ein bisschen Großstadt-Grün und ein altes Regal auf der Terrasse.

-> weiterlesen bei web.de oder gmx


Piep-Show – Futterhäuschen an der Scheibe

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„Piep-Show“ heißt diese überdachte und mit Saugnäpfen an der Scheibe befestigte Plastik-Schale zur Vogelfütterung im Winter.

Ein Futterhäuschen direkt am Fenster – das hatten doch meine Großeltern früher! Als ich im November eine moderne Variante davon entdeckte, musste ich sie mir gleich bestellen. Das Design gefiel mir und ich war gespannt, ob meine Jungs es auch so toll finden würden wie ich als Kind, wenn die Vögeln zur Fütterung so nah ran kommen.

In der Familie waren wir ganz unterschiedlicher Meinung, wie lange es wohl dauern würde, bis sich die ersten Vögel so nah zu uns ran trauen. Tage oder eher Wochen? Bei meiner Oma und meinem Opa früher gab es noch ein dünnes Gardinchen dazwischen. Bei uns nicht. Würde das eine Rolle spielen? Oder dass sie rein fliegen müssen, unter einen Balkon? Und dass der nächste Strauch bestimmt zwei Meter weg ist? Piep-Show – Futterhäuschen an der Scheibe weiterlesen

Buschmalven-Liebe

Buschmalve1Sommergefühle pur beschert mir gerade meine Buschmalve vor der Terrasse. Und ich bin nicht allein in meiner Liebe zu ihr. Jede Menge Bienen und Hummeln umschwirren sie jeden Tag. Sie blüht wie eine Wilde. Und scheint in ebenso wilden Mengen Nektar an alle zu verteilen, die vorbeikommen.

Habe mich vorhin zur Abwechslung nicht nur genießerisch in den Liegestuhl daneben gelegt, sondern mal fotografiert, was da so an Blütenbesuchern unterwegs ist. Buschmalven-Liebe weiterlesen

Tote Mauersegler, Amsel-Eltern in Panik & verwirrter Nachwuchs

Die Mauersegler sind wieder da. Schießen elegant kreuz und quer durch den Stadthimmel. Schön! Die sehe ich viel bewusster, seitdem wir dieses Bilderbuch von Anne Möller haben, das ich ja auch bei „Blogger schenken Lesefreude“ verlost hatte. Bei einem der Mauersegler hatten wir sogar mal die Gelegenheit ihn aus der Nähe zu sehen. Leider weil es ihn erwischt hatte. Warum auch immer. Ich fand ihn letzte Woche ohne Kopf am Straßenrand, als ich mit meinem Kleinen auf dem Weg zum Kindergarten war…

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Kein Foto von mir, sondern aus Wikipedia, aber etwa so groß ist auch der Amsel-Nachwuchs vor unserer Terrasse…

Heute gab’s dann die nächste Vogelgeschichte. Ich werkelte geruhsam in meinem Haushalt rum als gegen Mittag die Amseln ein solches Spektakel veranstalteten, dass ich tatsächlich auf die Terrasse rausgehen musste, um zu schauen, ob sie sich bei ihren Revierstreitigkeiten anfangen zu massakrieren.

Aber nein. Ich konnte grad noch sehen, wie sie mit viel Gezeter und wilden Angriffen eine Elster vertrieben, die – wie ich vermute – hinter dem Amsel-Nachwuchs her war. Tote Mauersegler, Amsel-Eltern in Panik & verwirrter Nachwuchs weiterlesen

Und sie graben doch…

Wurmterrarium_Woche4Unsere Würmer sind fleißiger geworden. Naja, wenn man statt der versprochenen 4 Tage einfach mal 4 Wochen einplant für das Experiment, dann sieht man schooon, wie sie die Erd- und Sandschichten anfangen zu vermischen … 😉

Aber ich will nicht meckern. Wahrscheinlich muss ich zur Ehrenrettung der Nürnberger Würmer anführen, wie kalt es noch kurz vorher war. Wahrscheinlich waren sie überhaupt grad erst aus der Winterstarre erwacht als wir sie einfingen. Und dann soll man als Wurm gleich Leistung bringen. Auf Befehl! Nee…

Übrigens: Wer jetzt denkt, ich könnte die armen Viecher ja mal wieder freilassen, der weiß nicht, was für ein hartes Pflaster der Garten für sie im Moment wäre. Ich würde sogar sagen, die können froh sein, bei uns in Sicherheit zu sein, denn das wurmvertilgende junge Amsel-Paar, das ihr Revier vor unserer Terrasse abgesteckt hat, hat inzwischen Verstärkung von den Staren bekommen. Und was die alle täglich an Würmern und Insekten aus dem Rasen ziehen… unglaublich!

Wurmterrarium

WurmterrariumWir haben neue Haustiere… naja, sagen wir, neue Terrassentiere. Ein paar Regenwürmer aus dem Beet nebenan wurden zwangsrekrutiert, um uns bei einem Experiment zu helfen: Sie leben für eine Weile in unserem selbstgebauten Wurmterrarium und wir messen, wie lange sie brauchen, um die Erd- und Sandschichten darin umgraben.

Bei den Vorbereitungen waren die Kinder mit Begeisterung dabei. Gibt auch für alle genug zu tun: den Hals von einer Plastik-Flasche abschneiden, abwechselnd Erde und Sand rein füllen, Kartoffel- und Zwiebeln ganz klein schnippeln, Löcher in den Schuhkarton stechen und natürlich – auf Regenwurm-Jagd gehen. Wurmterrarium weiterlesen

Rätsel der Woche: Ahorn-Pickel

Ahorn-Blatt mit roten "Pickeln"„Die Bäume haben wieder diese Dinger!“ Schon letztes Jahr hatte ich mich mit dem Nachbarsmädchen über diese „Ahorn-Pickel“ unterhalten. Nun stand sie auf meiner Terrasse mit zwei abgerupften Blätter in der Hand, legte sie mir vorsichtig auf den Tisch und meinte: „Brynja, kannst du mal rausfinden, was das ist?“

Nun dulden Recherche-Aufträge von kleinen Mädchen eigentlich keinen Aufschub. Aber die Aufträge von Laborjournal-Redakteurinnen auch nicht. Daher dachte ich, vielleicht will sich ja jemand der Ahorn-Pickel annehmen, während ich für die nächste LJ-Ausgabe einen Stapel Kurzmeldungen schreibe!?

Als Belohnung winkt – neben dem üblichen Rätsel-Ruhm – meine ewige Dankbarkeit ob der Rettung meiner Nachbarschaftsehre!

Keine Schlüsselblume, sondern… äh…

Neulich in Stadtpark: „Sag mal, das sind doch Schlüsselblumen, oder?“

„Die gelben da im Gebüsch? Nee, das sind… äh… ich komm grad nicht drauf.“ Hab ich schon mal erwähnt, dass mich diese „Du bist doch Biologin“-Fragen stressen?… 😉

Als ich ein paar Tage später wieder an dem gelben Blütenteppich vorbeiradele, fällt der Name mir dann doch wieder ein: Scharbockskraut!

Als ich ihr von meinem Gedächtnisfund erzähle, sieht mich meine Gesprächspartnerin von vor ein paar Tagen entgeistert an. „Scharbockskraut? Noch nie gehört. Wie soll man sich deeen Namen denn bitte merken? Nee.“ Keine Schlüsselblume, sondern… äh… weiterlesen