Frühling zum Niederknien? … Nein, zum In-den-Dreck-Legen!

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Ganz nah dran…

Ich hätte bei meiner Frühlings-Foto-Safari vorhin im Stadtpark gerne noch jemanden dabeigehabt, der Fotos von MIR macht. Dann hätte ich euch nicht nur meine Sonnenschein-Blümchen-Bilder zeigen können wie jetzt, sondern auch wie sie entstanden sind.

Denkt euch bitte dazu: mich mit der Spiegelreflex vorm Auge, halb auf dem Asphaltweg, halb im staubigen Gebüsch liegend, verstohlen beäugt von Gassigehern, Joggern und Fahhradfahrern… 😉

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Fotografin steht…

Wozu ich durch’s Unterholz robbe? – Na für den hübschen Lerchensporn! Den mag ich nämlich sehr gern. Ja, ich würde sogar sagen, dass er meine Lieblings-Frühlingsblume ist – zumindest seit ich in Franken wohne.

Aber es ist gar nicht so einfach, den Lerchensporn so auf’s Foto zu bannen, dass noch irgendwer nachvollziehen kann, warum gerade er meine Lieblingsfrühlingsblume ist. Wie nur bringt man ein so zartes, zurückhaltendes Gewächs angemessen zur Geltung?

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Fotografin hockt…

Bei Fotos, die aus dem Stand nach unten aufgenommen wurden, sieht man nicht mal, dass da überhaupt was  blüht, so zurückhaltend lila sind die Blüten. Selbst auf Fotos, die aus der Hocke heraus gemacht wurden, bleibt der Lerchensporn unscheinbar. Die Rampensau Scharbockskraut überstrahlt ihn einfach mit seinen leuchtend gelben Blüten.

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Fotografin liegt!

Erst, wenn man sich vor dem Lerchensporn in den Dreck legt, zeigen die Fotos das, was sonst vielleicht nur ich sehe: eine zarte, heitere und selbstgenügsame Frühlingsfreude.

Seht ihr sie auch?

Sie passt zum Lesen auf der Parkbank, zur warmen Morgensonne, in die man sein Gesicht hält und zum Zwitschern überall um einen herum.

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