Dies und Das – Lesefreuden, Netzneutralität und Körper-Geist-Interaktionen

fruehling09Ich hab nach vielen Draußen- und Computer-Tagen mal wieder einen Hausfrauen-Tag. Während der Apfelkuchen noch ein paar Minuten in der Röhre bäckt, mein Mann schon mal den Grill anschürt und der Cous-Cous-Salat durchzieht (lecker, DIE Grillbeilagen-Entdeckung bei Chefkoch), kriegt ihr noch ein paar vermischte Meldungen von mir.

Gibt nämlich immer wieder Dinge, über die ich gern schreiben würde, dann aber finde, dass ich noch nicht genug für einen richtigen Beitrag dazu habe. Dachte mir jetzt, dass sowas vielleicht doch auch als Schnipsel- und Link-Sammlung interessant ist für den Einen oder Anderen. Außerdem kann ich euch so gleich noch ein paar Frühlingsfotos von meiner Stadtpark-Tour am Donnerstag zeigen.

Blogger schenken Lesefreude

Blogger_schenken_LesefreudeIch bin ganz begeistert, wie viele neue Leute durch die Aktion Blogger schenken Lesefreude in der Wissensküche vorbeigekommen sind. Das hat meine Leserzahlen auf Rekordhöhen gepusht. Ich würde mich freuen, wenn ein paar davon wiederkämen oder gar zu treuen Lesern würden!

Ihr könnt noch bis einschließlich Dienstag an der Verlosung teilnehmen. Es gibt zwei tolle Kindersachbücher zu gewinnen: Die weite Reise der Mauersegler von Anne Möller und Evolution aus dem Dorling Kindersley-Verlag. Einfach bis zum 30.4. Mitternacht unter dem Beitrag einen Kommentar hinterlassen!

fruehling05Ich hab übrigens selbst auch schon was gewonnen. Steffis Bücherkiste hat bereits gestern ausgelost und ich bin glückliche Gewinnerin von „Das Schweigen der Miss Keene“. Dachte, ich kann nicht immer nur Sachbücher lesen. So ein Liebesroman zwischendurch muss auch mal sein… 😉

Facebook

Die Bloggeraktion war auch ein guter Anlass, mich mal ein bisschen ins Thema Facebook einzuarbeiten. Mir ist es immer noch unheimlich, Kommunikation, Kontakte und Daten aller Art in die Hand von einzelnen Unternehmen zu geben. Aber die sozialen Netze sind so allgegenwärtig, dass es wohl nicht möglich ist, sich dem ganz zu entziehen. Naja, jedenfalls nicht ohne in 15 Jahren so komisch angeschaut zu werden, wie heute die Handy- oder Internet-Verweigerer, die in Job und Privatleben darauf bestehen, als Einzige was per Post zu kriegen, was alle Anderen als E-Mail empfangen.

Für ein echtes Netz

Ich beschäftige mich ja nicht viel mit Politik seit die Kinder auf der Welt sind. Hab einfach das Gefühl, nicht genug Zeit und Nerven dafür übrig zu haben. Aber dann gibt es doch immer wieder Themen, die meine Nachrichtensperre untertunneln. Aktuell hat das der Begriff „Netzneutralität“ geschafft. Er tauchte so oft in Gesprächen und den politischeren Blogs auf, dass es mich langsam nervte, gar nicht zu wissen, was damit überhaupt gemeint war. Als Text und Blog mal wieder einen Beitrag hatte zum Thema, folgte ich dem Link zu Netzpolitik.org und habe *juchuu* endlich mal verstanden, worüber sich die Netzaktivisten so aufregen. Hier gibt’s noch was Ausführlicheres – im PDF.

In aller Kürze nur so viel: Ich bin jetzt auch für Netzneutralität, weil ich nicht will, dass Anbieter von Internet-Anschlüssen Macht über die von ihnen transportierten Inhalte haben. Ob Festnetz oder Mobil: Telekom, Vodafone und co. sollen nicht entscheiden, welche Datenpakete sie schneller, welche langsamer und welche gar nicht weiterleiten. Tatsächlich behandeln sie die Daten-Pakete schon heute in vielen Fällen nicht mehr gleich. Sie schauen in die Pakete rein und transportieren sie je nach Inhalt unterschiedlich schnell. Oder überhaupt nicht!

fruehling07Wenn E-Plus ihren Kunden mit abgelaufenen Datenvolumen anbietet noch umsonst bei Facebook zu surfen, ist das eine unzulässige Diskriminierung aller anderen Internet-Inhalten – wie etwa auch der Wissensküche. Das wäre so als ob ein Paketdienst sonntags noch Pakete eines bestimmten Versandhauses befördern würde und alle anderen Pakete solange liegen blieben, etwa auch mein Paket an euch. Das ist eine sehr ungute Entwicklung. Ich werde bei der Wahl meiner Telekommunikationsanbieter in Zukunft ein waches Auge drauf haben, ob sie mir echtes, neutrales Netz verkaufen oder nur ihre gefilterte Version von Internet!

Wechselwirkungen Körper – Geist

Und noch was Anderes: Mich fasziniert ja die Forschung zur Wechselwirkung von Körper und Geist, wie ihr vielleicht schon bei dem Placebo-Thema gemerkt habt oder als ich über meine Schmerzwahrnehmung im Zahnarztstuhl berichtete. Da passiert im Moment ganz viel. Fand in dem Zusammenhang auch zwei Zeitschriften-Beiträge gut:

  • Im aktuellen Heft von Zeit-Wissen Nr. 3, April/Mai 2013 den Artikel Körper & Seele – Nur gemeinsam stark. Mir war klar, dass es viele körperliche Leiden gibt, die psychisch verursacht sind. Neu war mir aber, dass es auch psychische Leiden gibt, die körperlich verursacht wird, etwa durch Stoffwechselstörungen. Spannend!
  • Ebenso interessant, aber nicht mehr ganz so aktuell: GEO Nr. 02/2013 mit dem Titelthema: Das Gedächtnis des Körpers – Warum wir uns an mehr erinnern, als wir denken.

Einen schönen Rest-Sonntag!

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4 Gedanken zu „Dies und Das – Lesefreuden, Netzneutralität und Körper-Geist-Interaktionen“

  1. Liebe Brynja, das mit der Netzneutralität ist wikrlich so ’ne Sache. Das WWW kommt immer so demokratisch daher, dabei ist es das längst nicht mehr, nicht von den Providern aus und auch nicht in Bezug auf die Suchmaschinen. Es wird schon jetzt so viel gefiltert, zugeteilt oder auch „schöngeschrieben“ oder zensiert, tlw. im Auftrag eigentlich demokratischer Regierungen. Traurig, traurig…
    Zum Thema Psyche, Placebo etc. möchte ich dir diesen Wissenschaftler empfehlen, der mich bei einem Seminar sehr begeistert hat: http://www.stefan-brunnhuber.de/

    GLG Regina
    PS.: Schau doch heute mal auf meinen Blog, da gibt es eine Überraschung für dich 🙂

    1. Regina! Das ist ne Überraschung nach meinem Geschmack! Super! Danke für’s Bescheid-Sagen! — Wer sich jetzt über meine Ausrufezeichen-Orgie wundert: Ich habe im Königinnenreich von Regina Mein deutsches Dschungelbuch*
      von Wladimir Kaminer gewonnen. Freu mich sehr! Und deinen Link werde ich auch gleich inspizieren… danke 🙂

  2. Ich möchte bestätigen, dass der Cous-Cous-Salat lecker und einen Versuch Wert ist! So ähnlich machen wir den auch immer. Balsamico ist meiner Meinung nach übrigens die wichtigste Zutat nach dem Cous-Cous. 🙂

    1. Wir haben ja festgestellt, dass an diesem Salat alles gleich schmerzlich fehlt, was wir weglassen, wenn mal was nicht im Haus ist. Selbst ohne Gurke geht’s nicht. Am meisten fehlt mir aber der leckere Ziegenfeta, den wir inzwischen sonst immer nehmen. Wenn der mal nicht zu kriegen ist, dann ist der Couscous-Salat nur halb so gut. Hjaja, so ist das, wenn man sich selbst immer so verwöhnt… obwohl – manchmal kann ich mich auch noch – wie mit Anfang 20 – mit einem Spiegelei-Toast mit Ketchup glücklich machen… 😉

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