Vom Korn zum Brot – Erfahrungsfeld der Sinne

Sein eigenes Brot über dem Feuer backen zu können, fand der Große (6) gestern toll. Das Brotbacken ist einer seiner Lieblings-Stationen auf dem Erfahrungsfeld der Sinne, einer Art Freiluft-Experimentarium hier in Nürnberg.

Innerhalb von zwanzig Minuten verwandelte sich seine Handvoll Körner in ein Brot – ein einfaches Fladenbrot frisch vom Feuer. Nur aus Mehl, Wasser und Salz, aber soo knusprig, warm und lecker. 

Gemahlen hat er die Körner mit einem Pflasterstein direkt auf der rauen Granit-Tischplatte. In großen Kreisen rundherum. Zwischendurch immer wieder zusammenfegen. Mahlen, zusammenfegen, mahlen, zusammenfegen, nochmal und nochmal und nochmal. Bis das Korn zu Mehl geworden ist.

Zum Mehl kommt ein bisschen Wasser und eine Prise Salz. Dann kneten Kinderhände und kämpfen mit klebrigem Teig. Wenn alles schön verknetet ist, heißt es, den Kloß zu einem flachen Fladen zu drücken.

Und dann geht’s ab auf das Blech über dem Feuer. Mein Großer und seine Mitstreiterin sollten bis 15 zählen und dann wenden, wieder bis 15 zählen und wieder wenden. Das Ganze fünf, sechs mal.

Schließlich der Test: Ist das Brot schon fertig? Ist’s schon knusprig oder noch zu weich? Doch ist schon knusprig . Mmmh, und lecker! Ja, sehr lecker. Knusprig, warm und lecker. Und ratzfatz aufgegessen.

Wie der Name Erfahrungsfeld der Sinne schon sagt, steht hier Sinnliches auf dem Programm, mit Barfußpfad und Wackelbrücken, Tast- und Riechstationen, aber auch mit dem Erleben physikalischer Phänomene, wie dem Wirken der Zentrifugalkraft am eigenen Körper, den aufzuwendenden Kräften bei verschiedenen Hebeln oder Flaschenzügen. Man kann beobachten wie sich ein Ballon ausdehnt, wenn man dem Raum, in dem er eingeschlossen ist, Luft entzieht. Man kann Strömungen und Strudel erzeugen und in einem zur Lochkamera umgebauten Bauwagen sitzen.

Und man kann Sachen selbst machen, neben Brotbacken gibt’s immer noch allerhand anderes Handwerk- oder Künstlerisches.

Schaut mal, was wir uns in der Werkstatt haben entgehen lassen. Wir haben abgewunken, da das Kunstwerk nicht aus DNA-Bausteinen, sondern nur aus Blechfolie hergestellt werden sollte … 😉

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