Die neue Delfinlagune

Gestern saß ich mit meinen Jungs das erste Mal auf der Tribüne der neuen Delfinlagune im Nürnberger Tiergarten. Und ich muss sagen: Schön ist sie geworden.

Kommt sehr professionell daher. Und die Tiere – Delfine und Seelöwen – haben viel mehr Platz als vorher im Delfinarium. Zu ihren Innenbecken sind mehrere Außenbecken dazu bekommen, davon ein großes.

Einer der vier Delfine traut sich noch nicht so recht ins große Panoramabecken, erzählte die Tierpflegerin bei der Füttung. Die drei anderen Delfine scheinen sich aber schon an die neuen Dimensionen ihrer Welt gewöhnt zu haben.

Delfin-Sprünge sind toll ...

Mit den klatschenden Besucher haben die Delfine ja kein Problem. Die kennen sie ja von den Delfinariums-Vorstellungen. Auch wenn sie ihre Kunststücke vorher nie vor so einem großen Publikum vorgeführt haben: 1.500 Besucher haben auf der halbrunden Tribüne Platz, heißt es.

Als wir um 16 Uhr kamen, waren die Stufen der Tribüne gut gefüllt. Trotz der Massen, die unterwegs waren, gab’s aber kein Gedränge. Ich war froh, dass es jede Stunde kommentierte Fütterungen mit Showeinlagen gibt. Denke, dann verteilen sich die Leute gut über den Tag.

105.000 Besucher sollen sich die neue Anlage schon angesehen haben in den gut zwei Wochen seit Eröffnung. Ist ja auch ein idealer Ausflug für die Sommerferien.

... aber so manches können die Seelöwen besser!

Von den Dialekten, die mir so zu Ohren kamen, waren alle Teile Frankens und die Oberpfalz vertreten. Dazu die Urlauber und Durchreisenden. Entsprechend sah es auf dem Parkplätzen aus. Alle voll. Mit einer beeindruckenden Vielfalt an Autokennzeichen.

Wir haben hier in Bayern ja noch 4 Wochen Schulferien. Sieht nach ordentlich Umsatz aus für den Tiergarten. Die Preise haben sie ja – zum allgemeinen Murren der Nürnberger – nach oben angepasst.

Ich fand’s aber nicht zu teuer. Wir haben jetzt als Teilfamilie mit Ermäßigung (Familienkarte Nürnberg) 16,50 Euro gezahlt und waren bestimmt 6 Stunden dort. Das ist nicht viel, finde ich.

Ok, wenn man noch essen gehen würde oder tausend Snacks und Souvenirs kauft, dann wird man viel Geld los. Aber wir hatten diesmal ein Picknick im Rucksack, für das wir mehrmals Halt gemacht haben. Dann hält sich das finanziell doch total im Rahmen. Wäre ich mit beiden ins Kino gegangen, hätte ich mehr zahlen müssen. Ganz zu schweigen von einem Besuch beim Volksfest, bei dessen Jahrmarktsbuden und Fahrgeschäften man beliebige Geldmengen los wird.

Ehrlich gesagt, hätte ich 16,50 Euro auch allein für die Delfinlagune gezahlt. Es gibt nämlich nicht nur die Tribüne. Fast noch schöner als von oben, ist die Lagune nämlich von unten, von den Panoramascheiben des Blauen Salons aus.

Die Delfine sieht man von da zwar nur in der Ferne, aber die mit ihnen lebenden Seelöwen dafür umso näher. Sie spielen direkt vor der Scheibe. Oder kommen mit großer Geschwindigkeit auf sie zugeschworen und drehen erst im letzten Moment elegant ab.

Im Blauen Salon hätte ich Stunden verbringen können. Da sitzt man schön. Und das Schweben und Gleiten der Tiere im Wasser haben einfach was Entspannendes.

Von den Seekühen auf der anderen Seite des Blauen Salons muss ich nächstes Mal ein paar bessere Fotos machen. Für eine Besichtigung ihres neuen tropischen Zuhauses hatten wir am Ende auch keine Kraft mehr. Hatten da schon eine große Runde bis zu den Eisbären hinter uns. Aber man muss ja auch nicht alles auf einmal machen. So haben wir noch was Neues für’s nächste Mal übrig…

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